GemeinsamBleiben

Zusammen wohnen trotz Demenz – mit einer tragfähigen Struktur

Zusammen wohnen trotz Demenz ist für viele Paare der wichtigste Wunsch, wenn einer von beiden immer mehr Unterstützung braucht. Viele haben genau davor Angst: irgendwann getrennt zu werden – obwohl sie ihr Leben gemeinsam verbracht haben.

Genau hier setzt GemeinsamBleiben an. Wir entwickeln Wohnprojekte mit eigenen Wohnungen und gemeinschaftlichen Räumen, in denen Paare weiterhin zusammenleben können. In direkter Nachbarschaft mit anderen Betroffenen entsteht Unterstützung im Alltag. Die Gemeinschaft entlastet – und dort, wo es nötig ist, wird sie durch professionelle Pflege ergänzt.

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Standorte und Initiativen

Die Idee von GemeinsamBleiben soll nicht nur beschrieben, sondern praktisch erprobt werden. Deshalb entstehen erste Pilotprojekte in verschiedenen Regionen. Dort suchen wir Menschen, die sich für neue Wohnformen bei Demenz interessieren, informieren möchten oder selbst mitwirken wollen. Auf den jeweiligen Projektseiten findest du Informationen zum aktuellen Stand, zu geplanten Treffen und dazu, wie du dein Interesse unverbindlich bekunden kannst.

Aktuelle Pilotprojekte:

→ Bremen-Nord
→ Dachau

Falls noch kein Pilotprojekt in deiner Region existiert, kannst du uns trotzdem dein Interesse mitteilen. Je mehr Menschen sich an einem Ort melden, desto größer wird die Chance, dort eine neue Initiative zu starten.

Orientierung und nächste Schritte

Du kannst dich jetzt in das Thema vertiefen – je nachdem, aus welcher Perspektive du kommst.
Wenn du als Angehöriger oder Betroffener verstehen möchtest, wie dieses Wohnmodell konkret funktioniert und ob es für dich passen kann, findest du alle Grundlagen im Wohnkonzept.

Wenn du aus einer Stadt oder Gemeinde kommst und einschätzen willst, ob ein solches Wohnprojekt vor Ort sinnvoll ist und wie eine Umsetzung aussehen kann, bekommst du auf der Kommunenseite einen Überblick.

Du findest den Ansatz grundsätzlich interessant und möchtest, dass so etwas auch in deiner Region entsteht? Dann kannst du dich direkt eintragen und aktiv werden Region eintragen.

Und wenn du einfach schnell verstehen willst, worum es auf diesen Seiten im Kern geht, findest du hier die Kurzfassung Die Idee in Kürze.

Das eigentliche Problem

Zusammen wohnen wird zur Überforderung

In vielen Partnerschaften verschiebt sich die Verantwortung schleichend.

Der gesunde Partner übernimmt immer mehr. Der Alltag wird anstrengender. Unterstützung kommt oft nur punktuell. Und irgendwann steht unausweichlich die Frage im Raum:

Wie lange schaffen wir das noch allein?

Gleichzeitig ist ein Pflegeheim oft nicht gewünscht – oder fühlt sich falsch an.

Warum es bisher kaum Lösungen gibt

Weil es nicht nur ums Wohnen geht

Eine passende Wohnform für Paare mit Demenz entsteht nicht von selbst.

Damit sie funktioniert, müssen mehrere Dinge gleichzeitig zusammenkommen:

  • eine passende Gruppe von Bewohnern
  • ein geeignetes Gebäude
  • eine funktionierende Pflege- und Unterstützungsstruktur vor Ort
  • wirtschaftliche Tragfähigkeit
  • eine stabile Organisation

Das kann ein einzelnes Paar nicht leisten.

Die eigentliche Lösung

Ihr wohnt – die Struktur wird organisiert

GemeinsamBleiben trennt bewusst zwei Ebenen:

1. Das Leben im Alltag

  • eigene Wohnung als Paar
  • gemeinschaftliche Struktur
  • gegenseitige Unterstützung

 

2. Die Projektstruktur im Hintergrund

  • Entwicklung und Koordination durch Fachleute
  • Bau oder Bereitstellung des Hauses über professionelle Partner
  • genossenschaftliche Organisation des Wohnens
  • Kooperation mit Pflegediensten und weiteren Anbietern vor Ort

Das Ziel ist klar:

Ihr müsst kein Projekt entwickeln – sondern in eine tragfähige Struktur einziehen.

→ Mehr zum konkreten Aufbau findest du im Wohnkonzept

Die Rolle der Kommune (entscheidend)

Ohne funktionierende Struktur vor Ort geht es nicht

Damit ein Projekt dauerhaft funktioniert, braucht es mehr als gute Absichten.

Es braucht:

  • vorhandene Pflege- und Unterstützungsangebote
  • erreichbare Infrastruktur
  • politische Unterstützung
  • ein geeignetes Grundstück oder Gebäude

Deshalb entstehen Projekte nicht „irgendwo“, sondern dort, wo eine Kommune aktiv mitwirkt.

In der Regel beginnt alles mit einer Machbarkeitsprüfung vor Ort.

Erst wenn klar ist, dass die Rahmenbedingungen stimmen, wird ein Projekt weiterentwickelt.

→ Wie Kommunen eingebunden sind, wird hier genauer erklärt

Für wen das gedacht ist

Für Paare, die zusammenbleiben wollen – aber Entlastung brauchen

Dieses Konzept richtet sich an:

  • Paare, bei denen ein Partner mit Demenz lebt
  • Pflegende Angehörige, die nicht mehr alles allein tragen möchten

Und die sagen:

  • Wir wollen zusammenbleiben
  • Wir brauchen Unterstützung
  • Wir wollen frühzeitig eine Lösung finden – nicht erst in der Krise

Wichtig zu verstehen:

Es geht nicht darum, selbst ein Projekt aufzubauen, sondern Teil eines strukturierten Projekts zu werden.

→ Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr hier eine Region anmelden

Klare Grenzen

Ehrlich statt beschönigend

GemeinsamBleiben ist:

  • kein Pflegeheim
  • keine Rund-um-die-Uhr-Versorgung
  • keine Lösung für jede Entwicklung der Erkrankung

Das Modell trägt so lange, wie ein gemeinsames Leben mit Unterstützung im Projekt möglich ist.

Wenn diese Grenze überschritten wird, kann es sein, daß andere Lösungen gefunden werden müssen.

Wie Projekte entstehen

Nicht überall – sondern dort, wo es passt

Ein Projekt entsteht nur, wenn mehrere Bedingungen erfüllt sind:

  1. Es gibt eine ausreichende Nachfrage vor Ort
  2. Eine Kommune unterstützt das Vorhaben
  3. Pflege- und Unterstützungsstrukturen sind vorhanden
  4. Eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung ist möglich

Das bedeutet auch:

Nicht jeder Ort ist geeignet. Und nicht jedes Interesse führt sofort zu einem Projekt.

→ Welche Wohnformen dabei entstehen können, findest du hier

Projektentwicklung

Experten geben die Struktur

Wir begleiten seit vielen Jahren Wohnprojekte und wissen, wie komplex die Umsetzung ist.

Bei GemeinsamBleiben übernehmen wir die konzeptionelle Entwicklung und die Strukturierung der Projekte:

  • Klärung der Rahmenbedingungen mit Kommunen
  • Entwicklung tragfähiger Projektstrukturen
  • Koordination der Beteiligten
  • Aufbau eines übertragbaren Systems

Ziel ist es, Projekte so vorzubereiten, dass sie real umgesetzt werden können – nicht nur gedacht sind.

Einstieg

Der erste Schritt ist kein Umzug, sondern ein Gespräch

Vielleicht merkt ihr, dass eure aktuelle Wohnsituation auf Dauer nicht tragen wird.

Vielleicht sucht ihr nach einer Alternative zum Pflegeheim.

Oder ihr wollt frühzeitig verstehen, welche Möglichkeiten es überhaupt gibt.

Dann ist ein erstes Gespräch sinnvoll.

Dabei klären wir:

  • ob dieses Modell grundsätzlich zu eurer Situation passt
  • welche Perspektiven es in eurer Region geben könnte
  • welche nächsten Schritte sinnvoll sind